Entgeltumwandlung NEU

Im Allgemeinen gilt im österreichischen Steuerrecht der Grundsatz, dass nur dienstgeberfinanzierte Altersvorsorgen abgabenrechtlich anerkannt werden. Dienstnehmerfinanzierter Altersvorsorgen wird hingegen von der Steuerbehörde, anders als beispielsweise bei unserem deutschen Nachbarn, die Anerkennung verweigert.

 

Eine Ausnahme bilden in Österreich nur die steuerfreien Zukunftssicherungen i.S.v. § 3 Einkommensteuergesetz. Nicht umsonst hat sich deshalb dieses Vorsorgeinstrument, sowohl im öffentlichen als auch im privatwirtschaftlichen Bereich, zu dem am weitest verbreiteten Modell entwickelt. Allerdings ist hier der anerkannte Aufwand, mit jährlich maximal EUR 300,-, mehr als bescheiden, denn damit können kaum nennenswerte Altersvorsorgen aufgebaut werden.

 

Neu ist jedoch die Öffnung sogenannter „lohngestaltender Vorschriften“ für Entgeltumwandlungen.

 

Kollektivvertragliche Regelungen (Auszug):

 

  • KV für IT Dienstnehmer
  • KV für Angestellte der Bauwirtschaft
  • KV für Angestellte in Speditionen
  • KV für Angestellte und Arbeiter der Holzindustrie

 

Es ist damit möglich und zulässig, für diese Berufsgruppen kollektive Altersvorsorgen in Form von Pensionskassenlösungen und/oder betrieblichen Kollektivversicherungen einzuführen. Dabei genügt das Angebot des Dienstgebers an die betroffenen Dienstnehmer zur Teilnahme. Eine Mindestanzahl von Teilnehmern ist nicht erforderlich. Der Deckel für derartige Altersvorsorgen ist i.d.R. mit 10 % der relevanten Bruttolöhne begrenzt.

 

 

Die Vorteile dieser Modelle liegen auf der Hand:

 

  • Für den Dienstgeber ist eine aufwandsneutrale Implementierung der betrieblichen Altersvorsorge ohne Lohnnebenkostenbelastung möglich.
  • Für die Dienstnehmer ist dies eine „brutto für netto“ Zahlung. Somit zahlt man keine Steuer, sondern erst in der Pensionsphase.

 

 

Alle betroffenen Branchen sind eingeladen sich durch Veritas beraten zu lassen.